Der Shiso Mojito ersetzt die Minze durch Shiso, ein japanisches Kraut mit leicht scharfem, anis- und basilikumartigem Aroma. Die grünen Blätter geben dem weißen Rum eine würzige, fast pfeffrige Note, die sich deutlich vom klassischen Mojito abhebt. Wer Shiso nicht findet, kann auf Thai-Basilikum ausweichen — das Ergebnis ist anders, aber ebenfalls interessant.
Und das brauchst du für den Shiso Mojito
6 cl weißer Rum
2 cl Limettensaft
1,5 cl Zuckersirup
8–10 Shiso-Blätter
Soda
Darauf kommt es an
Shiso darf nicht so stark gemörsert werden wie Minze. Die Blätter sind dünner und geben schon bei leichtem Druck Aroma ab — zu viel Kraft macht den Drink bitter und grasig. Ich drücke sie nur einmal sanft gegen den Glasboden, dann kommen Sirup und Saft dazu. Das Eis kommt erst danach, sonst verwässert der Drink zu früh. Grünes Shiso (Aojiso) hat mehr Würze als rotes (Akajiso), das eher in Richtung Pflaume geht. In Asia-Läden bekommst du beides, manchmal auch als Perilla bezeichnet.
Varianten
- Shiso Gin Fizz — Mit London Dry Gin statt Rum, ohne Soda geschüttelt und dann mit Soda aufgefüllt.
- Shiso Caipirinha — Mit Cachaça statt Rum, Limettenviertel statt Saft, brasilianische Interpretation.
Häufige Fragen
Wo bekomme ich Shiso-Blätter?
In Asia-Supermärkten, manchmal auch auf Wochenmärkten mit asiatischem Angebot. Frische Blätter halten sich im Kühlschrank etwa drei Tage. Du kannst Shiso auch selbst im Topf ziehen, die Pflanze ist relativ anspruchslos.
Kann ich gefrorene Shiso-Blätter verwenden?
Ja, aber sie verlieren beim Auftauen an Struktur und geben weniger Aroma ab. Frische Blätter sind deutlich besser. Getrocknetes Shiso funktioniert in diesem Drink nicht.
Welcher Rum passt am besten?
Ein leichter weißer Rum, der das Shiso nicht überdeckt. Kubanische oder puerto-ricanische Stile passen gut. Brauner Rum macht den Drink schwerer und nimmt dem Shiso die Bühne.
