Der Gin Old Fashioned ersetzt den Whiskey durch London Dry Gin und behält die Struktur des Originals bei: Spirituose, Zucker, Bitters, Eis. Statt Bourbon-Karamell kommt die Wacholdernote des Gins zur Geltung, die Orangenzeste hebt die Zitrusaromen. Der Drink bleibt stark und trocken, wird aber floraler und weniger schwer. Wer den Old Fashioned mag, aber Gin bevorzugt, findet hier eine elegante Alternative.
Und das brauchst du für den Gin Old Fashioned
6 cl London Dry Gin
1 Würfelzucker oder 1 cl Zuckersirup
3 Dashes Angostura Bitters
1 Orangenzeste
Darauf kommt es an
Der Gin Old Fashioned lebt von der Balance zwischen Gin und Bitters. Zu viel Angostura überdeckt die Wacholdernoten, zu wenig lässt den Drink flach wirken. Drei Dashes sind der Standard, aber bei sehr würzigem Gin reichen auch zwei. Die Orangenzeste ist nicht Dekoration, sondern Zutat: Ihre Öle legen sich auf die Oberfläche und verändern den ersten Schluck. Wer Zitronenzeste nimmt, verschiebt den Drink in Richtung Martini-Territorium. Sirup statt Würfelzucker beschleunigt die Zubereitung, nimmt aber das kleine Ritual des Muddlings.
Varianten
- Genever Old Fashioned — Mit Genever statt London Dry Gin — malziger, dichter, näher am Whiskey-Original.
- Barrel-Aged Gin Old Fashioned — Mit im Fass gelagertem Gin für mehr Holz- und Vanillenoten.
Häufige Fragen
Welcher Gin passt am besten?
Ein klassischer London Dry Gin mit deutlicher Wacholdernote funktioniert am besten. Zu florale oder zitruslastige Gins werden in Kombination mit Bitters und Orangenzeste unruhig. Navy Strength Gin bringt mehr Kraft, braucht aber eventuell einen Spritzer Wasser.
Kann ich andere Bitters verwenden?
Ja. Orange Bitters verstärken die Zitrusnote, Aromatic Bitters bleiben näher am Original. Wer experimentieren will, kann einen Dash Angostura mit einem Dash Orange Bitters kombinieren.
Warum rühren statt schütteln?
Rühren kühlt und verdünnt den Drink sanft, ohne ihn trüb zu machen. Der Gin Old Fashioned soll klar und seidig sein, nicht schaumig. Schütteln würde die Textur zerstören.
