Der Negroni ist ein Dreiklang aus Gin, Campari und Rotvermouth. Hier ersetzt Mezcal den Gin und bringt eine erdige, rauchige Note ins Spiel. Das Ergebnis ist kein einfacher Austausch, sondern ein eigenständiger Drink: herb, komplex und mit einem langen, würzigen Abgang. Perfekt für alle, die ihren Aperitif nicht nur trinken, sondern schmecken wollen. Kein Schnickschnack, nur drei Zutaten – aber die müssen sitzen.
Und das brauchst du für den Mezcal Negroni
3 cl Mezcal (100% Agave, rauchig)
3 cl Campari
3 cl roter Wermut (trocken, mit Kräuternoten)
Darauf kommt es an
Der Mezcal macht den Unterschied – aber nicht jeder Mezcal passt. Wähle einen rauchigen, aber nicht zu dominanten Mezcal (z. B. mit 45–50% Vol.). Zu viel Rauch überdeckt die Bitterkeit des Campari und die Kräuter des Wermuts. Probiere den Mezcal vorher pur: Wenn er nach verbranntem Gummi schmeckt, lass die Finger davon. Ein guter Mezcal hat eine rauchige Tiefe, aber auch eine süßliche, fast karamellige Note. Und noch ein Trick: Rühre den Drink etwas länger als üblich – die Kälte mildert den Alkohol und rundet die Aromen ab.
Varianten
- Oaxaca Negroni — Ersetze die Hälfte des Mezcals durch Reposado Tequila. Der Tequila bringt Vanille- und Eichennoten ins Spiel und macht den Drink zugänglicher, ohne den rauchigen Charakter zu verlieren. Perfekt für Mezcal-Einsteiger.
- Mezcal Boulevardier — Ersetze den Wermut durch 3 cl Bourbon Whiskey. Der Whiskey gibt dem Drink mehr Süße und Körper, während der Mezcal für die rauchige Tiefe sorgt. Ein Drink für Whisky-Liebhaber, die Bitterkeit mögen.
- Mezcal-Rosato Negroni — Verwende einen roséfarbenen Wermut (z. B. mit Beerenaromen) statt des klassischen roten Wermuts. Das bringt eine leichte Fruchtigkeit ins Spiel und macht den Drink etwas leichter – ideal für warme Abende.
Häufige Fragen
Kann ich jeden Mezcal für diesen Drink verwenden?
Nein. Mezcal ist nicht gleich Mezcal. Für den Mezcal Negroni brauchst du einen rauchigen, aber ausgewogenen Mezcal. Zu leichte Mezcals gehen im Mix unter, zu rauchige überdecken die anderen Aromen. Probiere den Mezcal vorher pur – er sollte rauchig, aber nicht verbrannt schmecken. Ein Mezcal mit 45–50% Vol. ist ideal.
Warum wird der Drink gerührt und nicht geschüttelt?
Der Negroni – und damit auch der Mezcal Negroni – wird traditionell gerührt, um die Zutaten sanft zu vermengen, ohne sie zu stark zu belüften. Das Ergebnis ist ein klarer, seidiger Drink mit einer gleichmäßigen Textur. Geschüttelt würde er trüb und zu stark verdünnt werden, was die Aromen verwässert.
Kann ich den Drink ohne Orangenzeste servieren?
Theoretisch ja, aber die Orangenzeste ist kein reines Deko-Element. Die Öle aus der Schale runden die Bitterkeit des Campari ab und bringen eine frische Zitrusnote ins Spiel. Ohne sie schmeckt der Drink härter und weniger ausgewogen. Nimm eine Bio-Orange – die Schale sollte unbehandelt sein.



