Hanky PankyBild vergrößern
Mix dir deinen Hanky Panky.

Cocktail Rezept

Hanky Panky Rezept

Basisspirituose
Gin-Cocktails
Methode
gerührt
Glas
Coupette
Eis
Eiswürfel
Zubereitungszeit
4 Minuten
Portionen
1
Nährwert ca.
167 kcal

Der Hanky Panky ist einer dieser Drinks, die man nach dem ersten Schluck nicht mehr vergisst – weil er so einfach klingt und dann doch so viel mehr kann. Ein London Dry Gin, der sich mit rotem Wermut anfreundet, aber erst durch einen Spritzer Fernet-Branca seine eigentliche Tiefe bekommt. Nicht zu süß, nicht zu herb, sondern genau in der Mitte: ein Cocktail, der nach mehr schreit, ohne laut zu werden. Perfekt für den Moment, in dem man nach einem langen Tag noch nicht ins Bett will, aber auch keine Party mehr braucht. Ein Drink für die Lücke dazwischen – und genau das macht ihn so besonders.

Und das brauchst du für den Hanky Panky

4,5 cl London Dry Gin

4,5 cl roter Wermut

0,75 cl Fernet-Branca

Darauf kommt es an

Der Hanky Panky lebt von der Balance zwischen Gin, Wermut und Fernet-Branca – aber das eigentliche Geheimnis liegt im Rühren. Viele Barkeeper machen den Fehler, zu lange zu rühren, weil sie denken, der Drink müsse besonders kalt sein. Dabei geht es nicht um die Temperatur, sondern um die Textur: Die Mischung sollte seidig sein, fast schon ölig, aber nicht wässrig. Wenn du den Drink probierst, sollte der Gin noch spürbar sein, der Wermut seine Süße entfalten und der Fernet-Branca mit seiner Bitterkeit und Kräuternote im Hintergrund stehen. Ein weiterer Tipp: Verwende einen Gin mit einer deutlichen Wacholdernote – zu blumige Gins verlieren sich hier. Und wenn du keinen Fernet-Branca da hast, lass es lieber ganz weg. Ersatz wie Campari oder andere Bitterliköre verändern den Charakter komplett.

Varianten

  • Hanky Panky mit Barolo Chinato — Ersetze den Fernet-Branca durch 0,75 cl Barolo Chinato – ein aromatisierter Wein mit Kräutern und Gewürzen, der dem Drink eine weichere, fast schon samtige Note verleiht. Der Barolo Chinato bringt weniger Bitterkeit mit, dafür mehr Frucht und Würze. Passt gut, wenn du es etwas zugänglicher magst, ohne den Charakter des Originals komplett zu verlieren.
  • Hanky Panky mit Amaro — Statt Fernet-Branca kannst du auch 0,75 cl eines anderen Amaro verwenden, z. B. Averna oder Cynar. Beide bringen ihre eigene Kräuternote mit, wobei Averna süßer und Cynar herber ist. Der Drink wird dadurch weniger komplex, aber immer noch interessant – besonders, wenn du es etwas milder magst. Achte darauf, dass der Amaro nicht zu dominant wird, sonst überdeckt er den Gin und den Wermut.

Häufige Fragen

Kann ich den Hanky Panky auch shaken statt rühren?

Nein. Der Hanky Panky ist ein gerührter Cocktail, und das aus gutem Grund: Durch das Schütteln würde zu viel Luft in die Mischung gelangen, und der Drink würde trüb und verwässert wirken. Außerdem verlieren die Zutaten ihre klare Struktur – der Gin würde seine Würze verlieren, der Wermut zu süß wirken und der Fernet-Branca seine Bitterkeit zu stark entfalten. Wenn du es trotzdem versuchst, wirst du merken, dass der Drink nicht mehr dasselbe ist: Er wird aggressiver, weniger elegant und verliert seine Balance.

Warum schmeckt mein Hanky Panky so bitter?

Das liegt wahrscheinlich am Fernet-Branca. Entweder hast du zu viel davon verwendet (mehr als 0,75 cl), oder du hast ihn zu lange gerührt, sodass seine Bitterstoffe zu stark in den Vordergrund treten. Ein weiterer Grund könnte sein, dass dein Gin zu wenig Wacholder hat – dann fehlt die würzige Komponente, die die Bitterkeit ausgleicht. Probiere es mit einem Gin, der kräftiger im Geschmack ist, und achte darauf, den Fernet-Branca erst ganz zum Schluss hinzuzugeben und nur kurz umzurühren.

Kann ich den roten Wermut durch weißen ersetzen?

Theoretisch ja, aber der Drink wird dann komplett anders schmecken. Roter Wermut bringt Süße, Kräuter und eine leichte Fruchtnote mit, während weißer Wermut trockener und herber ist. Der Hanky Panky lebt von der Balance zwischen Süße und Bitterkeit – wenn du den Wermut austauschst, verlierst du diese Harmonie. Falls du es trotzdem versuchen willst, nimm einen weißen Wermut mit etwas mehr Körper, z. B. einen französischen Noilly Prat, und reduziere die Menge auf 3 cl, um die Trockenheit auszugleichen.

Welches Glas ist am besten für den Hanky Panky?

Eine vorgekühlte Coupette ist die klassische Wahl. Das schmale Glas hält die Aromen zusammen und sieht elegant aus – perfekt für einen Drink, der so viel Charakter hat. Alternativ kannst du auch ein Nick & Nora-Glas nehmen, das ähnlich geformt ist, aber etwas kleiner ausfällt. Wichtig ist, dass das Glas kalt ist, damit der Drink nicht zu schnell seine Temperatur verliert. Vermeide breite Gläser wie einen Rocks-Glas – die Aromen verflüchtigen sich zu schnell, und der Drink wirkt weniger intensiv.

Wann passt der Hanky Panky am besten?

Der Hanky Panky ist ein Drink für den Übergang – nicht zu schwer für den frühen Abend, aber auch nicht zu leicht für die Nacht. Er passt perfekt nach einem langen Arbeitstag, wenn man noch nicht ins Bett will, aber auch keine wilde Party mehr braucht. Ein guter Begleiter für ein gutes Buch, ein Gespräch mit Freunden oder einfach für den Moment, in dem man sich selbst etwas Gutes tun will. Wegen seiner kräftigen Aromen ist er auch ein guter Digestif, besonders wenn du vorher etwas Deftiges gegessen hast. Vermeide ihn aber, wenn du noch fahren musst – der Alkoholgehalt ist nicht zu unterschätzen.

Zubereitung

  1. Ein Rührglas zur Hälfte mit Eiswürfeln füllen. Die Eiswürfel sollten frisch und klar sein – nicht diese trüben Reste aus dem Eisfach, die schon seit Tagen vor sich hin schmelzen.
  2. 4,5 cl London Dry Gin und 4,5 cl roten Wermut ins Rührglas geben. Mit einem Barlöffel 20 bis 25 Sekunden langsam rühren, bis die Mischung eiskalt ist, aber nicht verwässert. Der Gin sollte seine Würze behalten, der Wermut seine Süße – das Gleichgewicht ist hier alles.
  3. 0,75 cl Fernet-Branca hinzufügen und noch einmal kurz umrühren. Nicht zu lange, sonst verliert der Fernet seine kräftige Aromatik. Die Mischung sollte jetzt eine leicht ölige Konsistenz haben – ein Zeichen dafür, dass die Zutaten sich verbunden haben, ohne ihre Eigenständigkeit zu verlieren.
  4. Die Mischung durch ein Sieb in eine vorgekühlte Coupette abseihen. Kein Eis mitnehmen – der Drink soll glasklar und eiskalt sein, aber nicht verwässert.
  5. Mit einer dünnen Orangenzeste abreiben und als Garnitur auf den Drink legen. Nicht ausdrücken, nur leicht andrücken, damit die Öle sich auf der Oberfläche verteilen. Die Zeste sollte frisch sein – getrocknete Schalen bringen nichts.

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