Das Cat’s Eye ist ein unterschätzter Gin-Cocktail, der trockene Eleganz mit einer überraschenden Fruchtnote verbindet. Der London Dry Gin gibt die Struktur, während Kirschwasser und Triple Sec für eine fast samtige Süße sorgen – ohne klebrig zu wirken. Das Sodawasser bringt den Drink zum Tanzen, und die Zitrone schneidet durch wie ein scharfes Auge. Perfekt für alle, die Gin lieben, aber keine Lust auf einen Martini haben.
Und das brauchst du für den Cat’s Eye
- 4 clLondon Dry Gin
- 2 cltrockener Wermut (Dry Vermouth)
- 2 clKirschwasser
- 1 clTriple Sec
- 1 clZitronensaft
- 2 clSodawasser
- Garnitur: 1 dünne Zitronenscheibe
Darauf kommt es an
Das Kirschwasser ist der heimliche Star: Nimm ein hochwertiges, klares Destillat ohne Zuckerzusatz, sonst schmeckt der Drink nach Maraschino-Kirschen statt nach bitteren Sauerkirschen. Der Trick liegt im Timing – das Sodawasser erst nach dem Schütteln hinzufügen, damit die Kohlensäure nicht verpufft. Wer es noch trockener mag, reduziert den Triple Sec auf 0,5 cl und gleicht mit einem Spritzer Zitrone aus. Das Glas vor dem Einschenken mit Eiswasser kühlen, damit der Drink nicht zu schnell seine Temperatur verliert.
Varianten
- Black Cat’s Eye — Ersetze den London Dry Gin durch einen Navy Strength Gin (57 % vol.) und füge 0,5 cl Absinth hinzu. Der Drink wird kräftiger und bekommt eine leicht rauchige Note. Garnitur: eine schwarze Olive statt Zitrone.
- Cat’s Whisker — Tausche den Gin gegen 4 cl Bourbon Whiskey und den trockenen Wermut gegen 2 cl süßen Wermut. Das Kirschwasser bleibt, aber der Triple Sec wird durch 0,5 cl Maraschino-Likör ersetzt. Garnitur: eine Cocktailkirsche.
Häufige Fragen
Kann ich statt Kirschwasser auch Kirschlikör nehmen?
Nein. Kirschlikör ist gesüßt und verändert das Geschmacksprofil komplett – der Drink wird klebrig-süß statt herb-fruchtig. Falls kein Kirschwasser verfügbar ist, nimm stattdessen 1 cl Pflaumenbrand oder lass es ganz weg und erhöhe den Gin auf 5 cl.
Warum schmeckt mein Cat’s Eye wässrig?
Entweder das Eis war zu warm oder du hast zu lange geschüttelt. Verwende frische, große Eiswürfel und schüttle nur so lange, bis der Shaker außen beschlägt. Das Sodawasser erst zum Schluss hinzufügen – wenn es zu früh in den Shaker kommt, verliert es seine Sprudelkraft.
Welches Glas eignet sich am besten?
Eine Coupette ist ideal, weil sie die Aromen konzentriert und die Temperatur hält. Alternativ geht auch ein Nick & Nora-Glas. Ein Tumbler wäre zu groß und würde den Drink zu schnell erwärmen.





