Der Calvados Sour bringt den charaktervollen Apfelbrand aus der Normandie ins Sour-Format. Die Säure der Zitrone hebt die fruchtigen Aromen des Calvados hervor, ohne sie zu überdecken. Das Eiweiß sorgt für eine seidige Textur und eine feine Schaumkrone. Ein Drink für alle, die klassische Sours mögen, aber mal eine andere Spirituose als Whiskey oder Gin probieren wollen.
Und das brauchst du für den Calvados Sour
5 cl Calvados
2,5 cl frischer Zitronensaft
2 cl Zuckersirup
1,5 cl Eiweiß (ca. ein halbes Ei)
Darauf kommt es an
Der Dry Shake ist hier wichtiger als bei anderen Sours. Calvados hat weniger Eigengewicht als Whiskey, das Eiweiß emulgiert dadurch schlechter. Ich schüttle deshalb die erste Runde ohne Eis länger als üblich, mindestens 20 Sekunden. Erst dann kommt das Eis dazu. Wer keinen Tumbler mag: Der Drink funktioniert auch in der Coupette, dann aber auf Eis servieren — pure wirkt er zu dünn. Beim Calvados selbst nicht zu jung wählen, ein VSOP bringt genug Tiefe mit.
Varianten
- Apple Sour — Mit 1 cl Apfelsaft statt einem Teil Sirup für mehr Frucht.
- Normandy Sour — Mit einem Dash Angostura Bitters auf dem Schaum.
Häufige Fragen
Welcher Calvados eignet sich am besten?
Ein Calvados VSOP ist ideal. Er hat genug Struktur und Apfelaroma, ohne zu dominant zu sein. Jüngere Calvados können zu scharf wirken, ältere XO-Qualitäten sind für einen Sour zu schade.
Kann ich das Eiweiß weglassen?
Ja, aber der Drink verliert seine seidige Textur. Alternativ funktioniert Aquafaba (Kichererbsenwasser) als veganer Ersatz, etwa 3 cl.
Warum schmeckt mein Calvados Sour flach?
Oft liegt es am Zitronensaft. Er muss frisch gepresst sein. Flaschensaft hat nicht genug Säure und Aroma, um gegen den Calvados anzukommen.
