Der Last Word ist ein perfekt ausbalancierter, grüner Cocktail, der in den 1920er-Jahren in Detroit entstand und heute als moderner Klassiker gilt. Er vereint die kräftige Würze von London Dry Gin mit der süß-herben Komplexität von grünem Chartreuse und der fruchtigen Tiefe von Maraschino-Likör. Jeder Schluck ist intensiv, aber überraschend harmonisch – ein Drink, der nach dem ersten Probieren oft zum Liebling wird. Ideal für Gin-Liebhaber, die mehr als nur einen Gin Tonic wollen.
Und das brauchst du für den Last Word
2,25 cl London Dry Gin
2,25 cl grüner Chartreuse
2,25 cl Maraschino-Likör
2,25 cl Limettensaft
Darauf kommt es an
Der Trick liegt im Timing: Chartreuse und Maraschino sind beide schwer und süß, aber der Chartreuse hat eine fast ölige Textur. Wenn du zu kurz schüttelst, bleibt der Drink flach und die Aromen vermischen sich nicht richtig. Schüttle so lange, bis der Shaker richtig kalt ist – dann verbinden sich die Zutaten zu einer seidigen, fast cremigen Konsistenz. Und: Verwende frischen Limettensaft, kein Konzentrat. Der Säuregehalt muss genau stimmen, sonst kippt die Balance. Ein guter Test: Wenn der Drink nach dem ersten Schluck leicht adstringierend wirkt, aber nicht sauer, hast du es richtig gemacht.
Varianten
- Final Ward — Ersetze den Gin durch 2,25 cl Rye Whiskey und reduziere den Chartreuse auf 1,5 cl. Füge 0,75 cl Absinth hinzu, der dem Drink eine rauchig-würzige Note verleiht. Geschüttelt wie das Original, aber mit einer ganz anderen Tiefe – weniger grün, mehr herb und komplex.
- Last Word mit Mezcal — Tausche den Gin gegen 2,25 cl Mezcal aus. Die rauchige Note des Mezcals harmoniert überraschend gut mit dem Chartreuse und gibt dem Drink eine erdige, fast mystische Qualität. Perfekt für alle, die es etwas wilder mögen.
- Corpse Reviver No. 2 Variation — Ersetze den Chartreuse durch 2,25 cl Cointreau und füge 1 Dash Absinth hinzu. Der Drink wird fruchtiger und leichter, behält aber die herb-säuerliche Balance. Ein guter Einstieg für alle, die den Last Word noch nicht kennen.
Häufige Fragen
Kann ich statt grünem Chartreuse gelben Chartreuse nehmen?
Theoretisch ja, aber der Drink verliert dann seine charakteristische grüne Farbe und einen Teil seiner würzig-herben Komplexität. Gelber Chartreuse ist süßer und milder, was die Balance verschiebt. Wenn du es ausprobieren willst, reduziere die Menge auf 1,5 cl und füge 0,75 cl Zuckersirup hinzu, um die Süße auszugleichen.
Warum schmeckt mein Last Word zu süß?
Das kann zwei Gründe haben: Entweder hast du zu wenig Limettensaft verwendet, oder der Maraschino-Likör war von minderer Qualität. Verwende immer frisch gepressten Limettensaft und einen hochwertigen Maraschino-Likör – billige Varianten enthalten oft zu viel Zucker und künstliche Aromen. Ein weiterer Tipp: Schüttle den Drink länger, damit die Säure des Limettensafts sich besser mit den süßen Zutaten verbindet.
Kann ich den Drink auch ohne Eis servieren?
Nein. Der Last Word lebt von der Kälte – ohne Eis schmeckt er flach und zu intensiv. Serviere ihn immer eiskalt in einer vorgekühlten Coupette. Wenn du ihn ohne Eis trinken willst, bereite ihn im Voraus zu und stelle ihn für 10 Minuten ins Gefrierfach, bevor du ihn einschenkst.



