Die Margarita ist ein Sour, der mit Tequila statt Whisky oder Gin arbeitet – hier ersetzt Mezcal den Blanco Tequila und bringt eine tiefe, erdige Rauchigkeit ins Spiel. Der Drink bleibt sauer, süß und frisch, aber der Rauch des Mezcals verändert die Textur: er legt sich wie ein Schleier über die Zitrusnoten und macht jeden Schluck zu einer kleinen Reise. Kein Cocktail für Zartbesaitete, aber einer, der zeigt, warum Mezcal mehr ist als nur ein Trend.
Und das brauchst du für den Mezcal Margarita
5 cl Mezcal (100% Agave, mindestens 45% Vol.)
3 cl Limettensaft (frisch gepresst, keine Konzentrate)
2 cl Agavendicksaft (oder 1,5 cl Zuckersirup, wenn Agavendicksaft nicht verfügbar)
1 cl Orangenlikör (z. B. Triple Sec, aber kein billiger Curaçao)
1 Spritzer Salzlösung (1 TL grobes Meersalz in 30 ml Wasser auflösen, für den Glasrand)
Darauf kommt es an
Der Trick liegt im Salzrand: Verwende grobes Meersalz und löse es in Wasser auf, statt das Glas direkt in Salz zu tauchen. So haftet es gleichmäßiger und schmeckst du nicht plötzlich einen Salzklumpen. Beim Mezcal gilt: Je rauchiger, desto weniger Agavendicksaft – der Rauch überdeckt die Süße. Wenn du einen intensiven Mezcal nimmst, reduziere den Agavendicksaft auf 1,5 cl. Und schüttle länger als bei einer klassischen Margarita: Der Mezcal braucht die Bewegung, um sich mit den anderen Aromen zu verbinden, sonst bleibt er dominant und unausgewogen.
Varianten
- Spicy Mezcal Margarita — 1 Scheibe frische Chili (z. B. Jalapeño) mit den Zutaten im Shaker leicht andrücken, aber nicht zerdrücken – die Schärfe soll sich langsam entfalten. Für eine mildere Variante die Chili nur kurz im Shaker lassen und vor dem Abseihen entfernen.
- Mezcal Margarita Fizz — Den fertigen Drink mit 6 cl kaltem Sodawasser auffüllen und vorsichtig umrühren. Das Glas mit Crushed Ice füllen und mit einer Limettenscheibe garnieren. Erfrischender, aber weniger intensiv im Rauch.
Häufige Fragen
Kann ich jeden Mezcal für die Margarita verwenden?
Theoretisch ja, aber nicht jeder Mezcal passt. Ein zu rauchiger Mezcal (z. B. mit >50% Rauchanteil) überdeckt die Zitrusnoten und macht den Drink unausgewogen. Wähle einen Mezcal mit 45–50% Vol. und einem ausgewogenen Rauchprofil – nicht zu dominant, aber auch nicht zu dezent. Espadín-Agave ist eine sichere Wahl.
Warum schmeckt meine Mezcal Margarita bitter?
Das kann zwei Gründe haben: Entweder du hast zu lange geschüttelt und das Eis hat den Drink verwässert, oder der Mezcal war zu jung und hat aggressive Alkoholnoten. Verwende frisches Eis, schüttle nur bis der Shaker beschlägt, und probiere den Mezcal vorher pur – wenn er scharf oder bitter schmeckt, ist er nicht geeignet.
Kann ich den Orangenlikör weglassen?
Technisch ja, aber der Drink verliert dann seine typische Balance. Der Orangenlikör rundet die Säure ab und gibt der Margarita ihre charakteristische Tiefe. Wenn du ihn weglässt, erhöhe den Agavendicksaft auf 2,5 cl, um die Süße auszugleichen.



