Der Suffering Bastard ist ein Cocktail, der in den 1940ern in Kairo entstanden sein soll – doch die genaue Herkunft bleibt nebulös. Was ihn ausmacht, ist die ungewöhnliche Kombination aus Gin und Brandy, abgerundet mit einem Spritzer Angostura und frischem Limettensaft. Der Drink wirkt auf den ersten Schluck herb, entwickelt dann aber eine komplexe Süße und eine leichte Würze, die ihn zu einem der unterschätztesten Klassiker macht. Perfekt für alle, die mehr als nur einen Gin Tonic wollen, aber keine süße Piña Colada.
Und das brauchst du für den Suffering Bastard
4 cl London Dry Gin
4 cl Brandy (Cognac oder Armagnac)
2 cl Limettensaft (frisch gepresst)
1 cl Zuckersirup (2:1)
2 Dashes Angostura Bitters
Ginger Beer (zum Auffüllen)
Limettenscheibe (zum Garnieren)
Darauf kommt es an
Der Trick liegt im Verhältnis von Gin zu Brandy: Zu viel Gin macht den Drink zu herb, zu viel Brandy überdeckt die Frische. Die Angostura Bitters sind kein Beiwerk – sie geben dem Cocktail Tiefe und verhindern, dass er flach wirkt. Wichtig ist auch das Ginger Beer: Es sollte nicht zu süß sein, sonst kippt die Balance. Ein trockenes, leicht scharfes Ginger Beer (z. B. Fever-Tree oder ein handgemachtes) funktioniert am besten. Wer es noch komplexer mag, kann vor dem Shaken eine Prise geriebene Ingwerwurzel in den Shaker geben – das verstärkt die Würze ohne zusätzlichen Zucker.
Varianten
- Suffering Bastard mit Rum — Ersetze den Gin durch 4 cl braunen Rum und reduziere den Zuckersirup auf 0,5 cl. Der Drink wird runder und fruchtiger, verliert aber etwas von der herben Schärfe des Originals.
- Dry Suffering Bastard — Lass den Zuckersirup weg und erhöhe den Limettensaft auf 2,5 cl. Der Drink wird saurer und trockener, ideal für Gin-Liebhaber, die es weniger süß mögen.
Häufige Fragen
Kann ich statt Brandy auch einen anderen Weinbrand verwenden?
Ja, aber achte darauf, dass der Weinbrand nicht zu süß oder zu holzig ist. Ein junger Armagnac oder ein spanischer Brandy funktionieren gut, während ein sehr alter Cognac den Drink dominieren kann.
Warum wird der Suffering Bastard nicht mit Crushed Ice serviert?
Crushed Ice würde den Drink zu schnell verwässern und die Aromen verwischen. Eiswürfel schmelzen langsamer und halten die Balance zwischen Säure, Süße und Würze länger stabil.
Kann ich den Cocktail auch ohne Ginger Beer zubereiten?
Nein, das Ginger Beer ist essenziell – es gibt dem Drink seine charakteristische Würze und Frische. Ohne Ginger Beer wird der Suffering Bastard zu einem einfachen Sour mit Gin und Brandy.



