Die Coupette ist ein gestieltes Cocktailglas mit V-förmiger Kuppa, das vor allem für klassische Shortdrinks ohne Eis verwendet wird. Optisch liegt sie zwischen Cocktailschale und Martini-Glas und wird oft mit beiden verwechselt. In vielen Bars ist die Coupette das Standardglas für Drinks wie Daiquiri, Sidecar oder Margarita.
Was die Coupette ist
Die Coupette ist ein gestieltes Glas mit einer konischen, nach oben offenen Kuppa. Der Name leitet sich vom französischen Wort für Schälchen ab. Anders als die flache Cocktailschale hat die Coupette steilere Wände, die sich nach oben öffnen – aber nicht so steil wie beim klassischen Martini-Glas. Das Fassungsvermögen liegt meist zwischen 12 und 18 cl, wobei in der Praxis selten mehr als 10 cl eingeschenkt werden.
Entwickelt wurde diese Glasform im 20. Jahrhundert als Kompromiss: Sie sollte die Eleganz der Cocktailschale mit der Praktikabilität des Martini-Glases verbinden. Der Stiel sorgt dafür, dass die Hand den Drink nicht erwärmt, die V-Form hält Aromen besser zusammen als eine flache Schale. In vielen Bars hat die Coupette die klassische Cocktailschale weitgehend verdrängt, weil sie stabiler steht und weniger leicht überschwappt.
Woran man sie erkennt
Die Coupette erkennst du am gestielten Aufbau mit konischer Kuppa. Die Wände verlaufen in einem Winkel von etwa 30 bis 45 Grad nach außen – steiler als bei der Schale, flacher als beim spitzen Martini-Glas. Der Übergang vom Stiel zur Kuppa ist meist fließend, ohne scharfe Kante. Manche Modelle haben einen kurzen Stiel, andere einen langen – das variiert je nach Hersteller.
Ein typisches Erkennungsmerkmal ist die Proportionierung: Die Kuppa ist breiter als tief, aber nicht so flach wie bei der klassischen Coupe. Von der Seite betrachtet ergibt sich eine sanfte V-Form. In der Praxis werden Coupetten oft einfach als Cocktailgläser oder Martinigläser bezeichnet, obwohl sie streng genommen eine eigene Form sind. Die Begriffe verschwimmen in vielen Bars.
In der Bar
Die Coupette ist das Arbeitspferd für alle Shortdrinks, die straight up serviert werden. Klassiker wie Daiquiri, Sidecar, Cosmopolitan oder Aviation landen in diesem Glas. Auch der Margarita wird häufig in der Coupette serviert, obwohl manche Bars dafür spezielle Margarita-Gläser mit breiterem Rand verwenden. Vor dem Einschenken sollte das Glas gekühlt sein – entweder im Froster oder mit Eiswasser ausgespült.
Beim Einschenken gilt: nicht randvoll. Ein gut gefülltes Coupette-Glas ist zu etwa drei Vierteln voll, damit der Gast den Drink transportieren kann, ohne zu verschütten. Der Stiel wird zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten, nie an der Kuppa. In gehobenen Bars wird die Coupette oft auf einem Untersetzer oder einer Serviette serviert, um Kondenswasser aufzufangen.
Ein Detail für die Praxis: Coupetten sind empfindlicher als Tumbler. Der dünne Stiel bricht leicht, wenn das Glas in der Spülmaschine gegen andere Gläser schlägt. Viele Barkeeper spülen sie deshalb von Hand oder stellen sie einzeln in Gläserkörbe. Die Investition in stabile Modelle mit verdicktem Stielansatz lohnt sich.
Häufige Irrtümer
Der größte Irrtum: Coupette, Cocktailschale und Martini-Glas seien dasselbe. Tatsächlich sind es drei verschiedene Formen. Die Cocktailschale ist flach und breit, das Martini-Glas spitz und steil, die Coupette liegt dazwischen. In der Praxis werden die Begriffe aber oft synonym verwendet, weil viele Bars nur eine der drei Formen vorrätig haben und damit alle Shortdrinks servieren.
Ein weiterer Irrtum: Die Coupette sei nur für Sours geeignet. Tatsächlich funktioniert sie für alle Shortdrinks ohne Eis – von Martini-Variationen über Manhattans bis zu modernen Kreationen. Entscheidend ist nur, dass der Drink kalt serviert wird und kein Eis im Glas schwimmt. Auch die Annahme, die Coupette sei ein modernes Glas, stimmt nicht: Die Form gibt es seit den 1930er Jahren, auch wenn sie erst in den letzten Jahrzehnten wieder populärer wurde.
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Häufige Fragen
Ist eine Coupette dasselbe wie ein Martini-Glas?
Nein. Das Martini-Glas hat steilere, spitz zulaufende Wände, die Coupette ist breiter und flacher. In vielen Bars werden beide Begriffe aber synonym verwendet.
Welche Drinks serviert man in der Coupette?
Alle Shortdrinks ohne Eis: Daiquiri, Sidecar, Margarita, Cosmopolitan, Aviation und viele andere. Grundsätzlich alles, was straight up aus dem Shaker oder Rührglas kommt.
Wie groß sollte eine Coupette sein?
Zwischen 12 und 18 cl Fassungsvermögen. In der Praxis werden meist 8 bis 10 cl eingeschenkt, damit der Drink nicht überschwappt und gut transportiert werden kann.
Muss man die Coupette vorkühlen?
Ja, unbedingt. Entweder im Froster lagern oder vor dem Servieren mit Eiswasser füllen und kurz stehen lassen. Ein warmes Glas verwässert den Drink sofort.
